Bericht aus dem Harz

Gebetswanderung zum „Ring der Erinnerung“

„Harz-Gebet“

Mit gut 50 großen und 10 kleinen Teilnehmern haben wir am 3. Oktober 2008 eine Gebetswanderung von Sorge zum „Ring der Erinnerung“ unternommen. Gleich bei Erreichen der Vorgrenzanlage hielten wir inne und dankten Gott für 18 Jahre Deutsche Einheit - ein reiches, unverdientes Geschenk der Gnade Gottes - und baten ihn für noch ausstehendes, bisher nicht vollzogenes Zusammenwachsen.

Aus mindestens 9 verschiedenen Harz-Orten (und sogar aus Göttingen und Braunschweig waren Teilnehmer angereist), aus 2 Bundesländern, aus "Deutschland-Ost" und "Deutschland-West", aus 5 verschiedenen Denominationen und aus 3 Generationen im Alter von 8 bis 85 verkörperten wir regelrecht unser zweites Gebetsanliegen: Für Einheit in jedem Bereich von Familie, Gesellschaft, Politik, Kirche. Wir stellten uns die Fragen: Wo kann ich persönlich in den nächsten Wochen in mir Neid und Missgunst entlarven? Wo kann ich mit meinen Worten Gemeinschaft fördern und die Hand zur Versöhnung reichen?

Die dritte Gebetsstation wurde am Ziel der Wanderung wahrgenommen, dem „Ring der Erinnerung“, wir erhielten eine sehr aufschlussreiche Einführung zu dieser Gedenkstätte. Hier ging es um die Ursache für die ehemalige Teilung unseres Landes: Angestoßen durch den "Marsch des Lebens" im August dieses Jahres griffen wir den persönlichen Aspekt der Vergangenheit unseres Volkes auf. Die Gnadenerweise des Herrn, die unser Volk erlebt hat, ersetzen nicht das Schuldeingeständnis. Über Sünde wächst kein Gras, Schweigen ist keine Aufarbeitung. Es scheint, als öffne Gott im Moment für jeden von uns einen Raum, mit seiner persönlichen (Familien-)Geschichte mehr ans Licht bzw. ins Reine kommen zu können. Deshalb dürfen wir neu den Mut haben, nachzufragen bzw. es uns von der Seele zu reden... Der „Ring der Erinnerung“ assoziiert für den geistlichen Betrachter eine riesig große Dornenkrone: Unser Herr, Jesus, hat unsere Sünden getragen. Und so war das hier draußen gemeinsam gefeierte Abendmahl wieder ein Höhepunkt des Tages. Das von Jung und Alt gemeinsam getragene Gebet war beeindruckend.

Die Geschwister aus Tanne sorgten dankenswerterweise für die super Organisation (Fahrdienst, Zelt, Sitzgelegenheiten...), für die hervorragende Verpflegung (leckere Soljanka, Glühwein bis hin zu Cola für die Kurzen, zuvorkommende Bedienung...), Kaffee-Gedeck zum Sonderpreis... Dass wieder so viele bis zum Abschluss in der Tanner Kirche geblieben sind, zeigt einmal mehr, dass es nicht um ein Feiertags-Vergnügen ging, sondern dass Gebet und Beziehung wesentliche Säulen unseres Harzgebet-Netzwerks sind. Danke auch für die wichtige musikalische Unterstützung.

Im Namen des Harzgebet-Netzwerks
Reinhard Laube (Christus-Gemeinde Osterode am Harz)






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